Abteilungsversammlung Leichtathletik am 27.4.2017

In der Abteilungsversammlung der Leichtathletik wurde Romy als Jugendwartin gewählt. Damit hat die Jugend wieder einen Vertreter ihrer Interessen in der Abteilungsleitung. Das für den Verein schwierige Jahr 2016 konnte positiv abgeschlossen werden. Wir haben 15 neue Ehrenamtliche gewonnen und haben damit erreicht, dass die bestehenden Trainingsgruppen aufrechterhalten werden. Darüberhinaus sind sogar zwei neue Trainingsgruppen eröffnet worden. Die Mitgliederzahl wuchs in 2016 um 30%. Obwohl wir kein wettkampforientiertes Training durchführen, haben unsere Mitglieder bei den besuchten Wettkämpfen einige erste Plätze in ihren Altersklassen erzielt. Zum Ausblick: Im Jahr 2017 steht das 10jährige Jubiläum der Abteilung an.

Spaghetti-Rolle und das lila Pferd

Foto privat

Schon in der Umkleidekabine der Turnhalle der Pestalozzi-Grundschule ertönt fröhliche Musik. Kinder sind aufgeregt und drängen ihre Mütter, endlich fertig zu werden, damit es losgehen kann. Und dann geht es los: Tür auf, in der Turnhalle ist schon ein kleiner Parcours aufgebaut und erwartungsvolle Augen sind auf Jens und Micha gerichtet, die als Trainer alle kleinen und großen Sportler an diesem Mittwoch-Nachmittag begrüßen.

Einige Kinder kennen sich aus dem Kindergarten, andere – wie Finn und seine Mutter aus Bergfelde – haben das Sportangebot im Internet gefunden, einige waren in der letzten Woche schon einmal hier und sind wiedergekommen und nun steht ihnen eine gute Stunde Training bevor. Toke, fast 2 Jahre alt, wird dieses Mal von seiner Oma Heike begleitet. Er ist eifrig dabei und Heike ist begeistert, über das Angebot an aktiver Bewegung und meint, so viel Bewegung hätten die Kinder sonst wohl kaum. Dies liege auch in der Intention der beiden Trainer, selbst Väter von zwei kleineren Kinder. Auch in diesem Alter sollten Kinder Sport treiben können und als „Grün-Weiß“ in diesem Jahr neue Trainer suchte, ist ihr ihr Plan gereift, eine Sportgruppe für dieses Alter anzubieten.

Der Leichtathletik-Verein „Grün-Weiß“ Birkenwerder bietet in diesem Jahr erstmalig freitags von 15-16 Uhr Eltern-Kind-Turnen an. Ein Angebot übrigens, nach dem viele Eltern auf der Suche seien, wie auch Mareike, die Mama von Lotte, bemerkt. Sie sei sehr froh, dass es dieses Angebot gebe und Lotte (2 Jahre) offensichtlich auch. Sie hört aufmerksam zu, macht alle Übungen mit und hat für jeden sichtbar viel Spaß dabei. Der Spaß darf nicht zu kurz kommen und bei aller Unsicherheit, die vielleicht den einen oder anderen jungen Sportler überfällt, Mama ist immer in der Nähe und stützt und hilft, ermuntert und macht mit. Denn das steht im Mittelpunkt dieses Angebots: gemeinsames Eltern und Kind-Turnen.

Können Kinder im Alter von 2-3 Jahren überhaupt Sport treiben? Aber natürlich: Einige Übungen werden spielend bewältigt, bei anderen wird geübt. Altersgerecht für die Kleinsten ist die Spaghetti-Rolle, die größeren dürfen schon einen Purzelbaum versuchen. Die einen balancieren vorsichtig an Mamas Hand über ein Hindernis, andere laufen allein und rückwärts darüber. Henry (3), der Sohn des Trainers Micha, liebt die Ballspiele zum Abschluss des Trainings. Aber auch das Schlusslied „Das rote Pferd“ mag er gern. Er weiß, wenn er Sport treibt, wird er stark, so dass er – wie der Papa – Holz klein hauen kann, wie er verrät. Finn dagegen kann es gar nicht erwarten, am Marathon teilzunehmen. Er läuft und läuft freiwillig bis er so müde ist, dass die Anstrengung aus ihm heraus platzt.

Auch wenn es für ungeübte Augen nach Spielerei aussehen mag: Man sieht wie viel Arbeit dahinter steckt, eine solche Trainingsgruppe zu begleiten. Was können die Kleinen, was würde sie überfordern, welche Geräte sind geeignet? Hinter allem steckt die Idee, dass jede sportliche Fähigkeit, jede Bewegung irgendwo ihren Anfang hat. Ballspiel gehört für die Kleinen ebenso dazu wie das Laufen – ob vorwärts oder rückwärts. Schließlich haben auch ein Andreas Wolff oder ein Manuel Neuer irgendwann einmal klein angefangen. Der Auf- und Abbau gehört zum Training dazu, das Ermuntern der Kinder, wenn sie etwas gut bewältigt haben. Das Training unserer Jüngsten dauert etwa eine Stunde. Trinkpausen müssen sein und niemand soll sich überfordert fühlen. Das wissen die Trainer, deren Kinder ganz genau so mittrainieren wie die anderen. Die Zahl der kleinen Sportler – derzeit 8-10 plus Mütter und eventuelle Geschwister – wird sich noch verändern, da sind sich die Trainer ganz sicher. Auch Väter sind übrigens herzlich willkommen. Und Henry – und da schwingt ein bisschen Stolz mit – findet gut, dass einer der Chefs sein Papa ist. Und Stolz ist angebracht: Trainer im Verein ist ehrenamtliche Arbeit.Bilder